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Pandemievorsorge in Unternehmen unterschätzt

Arbeitshygiene wird wichtiger Teil der ArbeitsSicherheit Schweiz. (Bild: zVg)

Mit der Ausbreitung des Coronavirus rückt das Thema Pandemievorsorge stärker in den Fokus der Fachmesse ArbeitsSicherheit Schweiz, die vom 26. bis 28. Mai in der Bernexpo stattfindet.

Das Coronavirus (Covid-19) ist auch in der Schweiz angekommen. Die behördlichen und individuellen Schutzmassnahmen, um die Verbreitung einzudämmen, greifen inzwischen tief in den Alltag der Menschen und in die Geschäftswelt ein. Unternehmen treffen zahlreiche Vorkehrungen, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich vor einer Infektion zu schützen.

«Mit der Ausbreitung des Coronavirus bekommt die Fachmesse ArbeitsSicherheit Schweiz eine zusätzliche Dimension», betont Projektleiterin Kirsten Maul vom Veranstalter børding exposition SA. «Zum einen haben wir die Schutzmassnahmen für unsere Aussteller und Besucher verschärft, zum anderen wird das Thema Pandemievorsorge auch in den Fokus des Messeprogramms rücken.» Einer der Referenten ist Unternehmensberater Thomas Eiche. Der zertifizierte Arbeitshygieniker SGAH (ASA) und promovierte Chemiker geht derzeit davon aus, dass das Virus bis zum Messetermin «wieder auf dem Rückzug» sein wird. In seinem Vortrag wird er sich mit den gewonnenen Erkenntnissen aus der akuten Krise befassen und welche Schlüsse daraus für die betriebliche Arbeitshygiene und Notfallsorge zu ziehen sind. «Eine Arbeitsanweisung Pandemieplan in der Ablage wird nicht mehr genügen», ist der Experte überzeugt. Aufbauend auf den aktuellen Erfahrungen und Erkenntnissen müssten Unternehmen in der Pandemievorsorge neue Wege suchen. «Viele Unternehmen stellen beispielsweise derzeit fest, dass alle Schlüsselpositionen zu wichtigen Bereichen zusammen im Grossraumbüro arbeiten und gleichzeitig ausfallen», gibt er zu bedenken. 

Hygieneprodukte im Fokus

Längerfristige personelle Ausfälle durch Erkrankungen können gerade kleine und mittelgrosse Unternehmen zusätzlich in ihrer Existenz gefährden. So werden in Unternehmen derzeit Krisenstäbe eingesetzt und Notfallpläne in Gang gesetzt. Die Vorkehrungen zum Infektionsschutz reichen von HomeofficePflicht, Dienstreiseverbot, sowie Zutrittsverbote für Besucher aus Risikogebieten bis hin zur Durchführung virtueller Meetings. Ein erster Schritt in der Infektionsprophylaxe ist, die Mitarbeitenden über nötige Hygienemassnahmen zu informieren. Dazu gehören der Verzicht auf den typischen Händedruck zur Begrüssung, sowie und das Niesen und Husten in die Armbeuge. Das BAG empfiehlt Unternehmen vor allem, häufiges und gründliches Händewaschen für alle Mitarbeitende zu ermöglichen und die Mittel hierfür bereitzustellen. «Welche Produkte sich hierfür eignen, wird auch auf der Messe ein Thema sein», erklärt Projektleiterin Maul.

«Wir nehmen den Schutz unserer Mitarbeiter sehr ernst», sagt Heike Zöller, Marketingleiterin beim Aussteller Delta Zofingen AG. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Systemlösungen rund um Hygiene, Sauberkeit und Arbeitsschutz. Es sei eine Task Force gegründet worden, die die Situation kontinuierlich analysiere und die Vorbereitungen für mögliche, zukünftige Szenarien treffe. Dabei würden die Empfehlungen des BAG konsequent umgesetzt.

Zöller sieht die Messe als wichtige Plattform, sich sachlich und situationsgerecht über Produkte und deren Verfügbarkeit zu informieren. «Unser Messeschwerpunkt umfasst Hygiene- und Arbeitsschutzprodukte, die auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstärkt nachgefragt werden, so Zöller.«Die Verbreitung des Coronavirus wird auf der Messe sicherlich die Pandemievorsorge in den Fokus des Interesses rücken», meint Paul Haenzi, technischer Leiter beim Aussteller JEM Medical. Das Unternehmen liefert unter anderem PSA-Produkte, Hygiene- und Infektionsschutzartikel für den medizinischen Bereich und wird auf der Messe verstärkt seine Artikel zur Infektionsprophylaxe präsentieren. Das Thema Pandemievorsorge werde im Allgemeinen in Unternehmen bislang vernachlässigt und vielfach unterschätzt, ist Haenzi überzeugt.


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