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Elektrogeräte im Vormarsch

Benzinbetriebene Geräte für Gartenbau und Forst belasten mit ihren Schadstoff- und Lärmemissionen Klima, Umwelt und Gesundheit. Stadtgärtnereien, Werkhöfe und Forstbetriebe setzen deshalb vermehrt auf Elektro- und Akkugeräte und machen damit gute Erfahrungen, wie die Beispiele aus Bern und Zürich zeigen.

Über hundert Parkanlagen, unzählige Spielplätze sowie die Grünflächen aller Volksschulen, Kindergärten, Sportanlagen, Bäder und vieles mehr unterhalten und pflegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadtgrün Bern mit dem Ziel, den Wert der Anlagen zu erhalten und die ökologische Vielfalt zu fördern. Geräte wie Motorsägen, Rasenmäher, Laubbläser, Heckenscheren, Freischneider oder Spindelmäher erleichtern ihnen dabei die tägliche Arbeit.
 

Effizient und sauber

Für die Beschaffung dieser Geräte sind in der Stadt Bern die Betriebe Elfenau zuständig. Daniel Hansen, stellvertretender Bereichsleiter, achtet beim Einkauf auf Qualität und Langlebigkeit, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, gute Service- und Garantieleistungen sowie Kulanz des Anbieters. Zudem prüft er vor jedem Neukauf, ob das erforderliche Gerät mit elektrischem Antrieb erhältlich ist. Denn Elektro- und Akkugeräte haben im Vergleich zu Benzinern entscheidende Vorteile: Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 80 Prozent sind sie deutlich energieeffizienter. Benziner hingegen verpuffen rund 70 Prozent der zugeführten Energie als Abwärme an die Umgebung. Zudem belasten sie mit Vibrationen, Lärm und Schadstoffemissionen die Gesundheit, das Klima und die Umwelt. Mit dem Einsatz von Elektrogeräten lassen sich diese Belastungen deutlich reduzieren, und das bei tieferen Betriebs- und Unterhaltskosten.
Dennoch achtet Daniel Hansen auf einen guten Mix zwischen den verschiedenen Antrieben. «Heute sind benzinbetriebene Geräte noch etwas leistungsstärker als Elektrogeräte», so Hansen. «Je nach Arbeitsgattung und Einsatzgebiet entscheiden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit ihren Vorgesetzten, welche Geräte sie sinnvollerweise einsetzen.» Beim Kauf von Benzinern fällt die Wahl jeweils auf möglichst geräusch-, emissions- und verbrauchsarme Geräte, die mit umwelt- und gesundheitsverträglicherem Alkylat-Gerätebenzin betrieben werden können.

Auch für Forstarbeiten geeignet

Gute Erfahrungen mit Elektrogeräten macht auch Grün Stadt Zürich. Hugo Baumann, Fachbereichsleiter Werkstätten und Logistik, kauft wenn immer möglich Geräte mit Elektroantrieb ein. Zwar belastet vor allem die Produktion von Geräten mit grossen Akkus die Umwelt stärker als die Produktion von Benzinern. In der Nutzungsphase hingegen ist es genau umgekehrt. Über die gesamte Lebensdauer schneiden Akkugeräte gerade im professionellen Bereich aufgrund der langen Einsatzdauer erheblich besser ab. Wird anstelle des durchschnittlichen Schweizer Strommixes Strom aus Sonne-, Wind- und Wasserkraft eingesetzt, fällt diese Bilanz deutlich positiver aus. «E-Geräte sind in der Regel nicht nur sauberer, sondern auch handlicher und leiser», weiss Baumann. Er beobachtet zudem zurzeit grosse Bewegungen am Markt. «Die Vielfalt und Qualität der Elektrogeräte entwickelt sich sehr schnell und ihre Leistungsfähigkeit nimmt zu». Selbst bei Forstarbeiten lassen sie sich einsetzen. Das gilt insbesondere für Akku-Motorsägen, die sich hervorragend für den Baumschnitt, für Entastungsarbeiten oder das Schneiden von Christbäumen eignen.
Ganz ohne Benziner kommt aber auch Grün Stadt Zürich nicht aus. Wenn hohe Leistung gefragt ist, wie das beispielsweise für das Freischneiden von hohem Gras oder für das Laubblasen bei nassen Verhältnissen der Fall ist, sind elektrisch betriebene Geräte (noch) im Nachteil.


www.pusch.ch
Autorin: Eva Hirsiger, Projektleiterin öffentliche Beschaffung, Pusch, Zürich

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